16.07.2021 Klettergarten Sparchen

Seit meinem 19. Lebensjahr klettere ich zusammen mit meinem damaligem Freund und jetzigen Eheman in unserem  Lieblingsklettergebiet in Kufstein in Sparchen,  auch bekannt als „Schoddergruam“ oder „Schanzer Wände“.

 

Damals waren nur a Hand voll Jugendliche und junge Erwachsene hier beim Klettern. Es gab die Tiroler Gang, die zum Teil mit ihren Mopeds kamen und die Rosenheimer Clique,  da hatten einige schon einen Bus, mit dem sie in ihre Kletterurlaube fuhren. (Die  tiroler  und die boarischen Kletterer verstehen sich nach wie vor gut. Wir haben gegenseitig von einander  profitiert und tiefe Freundschaften sind entstanden. )

Klettern war zu dieser Zeit für die meisten eine Lebenseinstellung. 

Es gab nur schlafen, klettern und arbeiten, wenn’s unbedingt sein musste. 

Ich liebte die Zeit in Sparchen. Man traf sich mit den Freunden und  puschte sich und die Kletterpartner in immer höhere Schwierigkeitsgrade. 

Jederzeit traf man dort jemanden zum Klettern und Philosophieren. Dort wurde auch Klettergeschichte geschrieben.

Auch ich konnte ein bisschen Klettergeschichte schreiben,  als ich 1992 als eine der ersten Frauen in Deutschland mit der Route Tequilla eine 8 a Rotpunkt geklettert bin. 

Die Leidenschaft und Liebe zu diesem Klettergarten hat sich bis heute gehalten. Die Szene hat sich verändert. Damals gab es nur zwei Mädels unter lauter Burschen, die regelmäßig dort ihre Projekte probierten. 

Heute klettere ich dort immer noch mit Erich, meinem Ehemann,  (der mich seit dieser Zeit im Leben und beim Klettern begleitet)  und auch  mit  vielen netten Mädels bin ich dort unterwegs.  Sie sind stark, sehr stark. 

Und nach dem Klettern genießen wir  bei einem (alkoholfreien) Bierchen unter der Wand den Sonnenuntergang. 🙂

Galerie Sparchen